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Blog Carnival: Effectivity

WissensWert is running a blog carnival asking the following questions:

1. Using Web 2.0 tools, can I deal with information and knowledge more effectively?

Yes, certainly, but not in the way which is suggested by the question. It sounds as if knowledge were a thing that is transported and assembled, and the new tools were like new, faster fork lifters for this thing. However, the tools are not the most important factor of web 2.0, but the people are, and the attitude behind it. And knowledge is gradually grown in this environment.

The new environment is more effective since it puts information into the contexts of people, it filters the information overload, and it is more appropriate for the incremental characteristics of emerging knowledge by embracing microcontent.

2. Do productivity and quality of work improve?

Yes, because noise and friction are reduced, and the scope of relevant people and ideas is widened.

3. Do any negative side effects outweigh the advantages of the new work equipment?

Most negative effects show up when I am using tools that don’t match my preferences. Among the new tools, most are not for everybody. For instance, while I like blogs and shared bookmarks, I have my problems with wikis, or with the backchannel of web conferences. But I can keep these tools at a minimum and select those tools that I do like.

4. How does the personal learning process of acquiring the new work practice happen?

The learning curve is very “steep” since the tools are really easy to use, and people use them in so many different ways that there is practically no way of doing it absolutely wrong. My adoption of the individual tools was typically very hesitant. A few years ago I thought it was an absurd idea to publish my bookmarks because I thought most of them were not appropriate for the public. After a while, there are only a few left that are really private. Also, I was hesitant to comment to “big” bloggers. I did not even dare to reply to a comment of one of them on my own blog, which was a mistake I regret the most. Participating here starts with reading from others, and I try to adopt patterns of those whose style I like most.

German:

WissensWert veranstaltet gerade einen Blog-Carnival und stellt folgende Fragen:

1. Kann ich mit Web-2.0-Tools effektiver mit Information und Wissen umgehen?

Ja, durchaus, aber nicht so wie es die Frage suggeriert. Sie klingt, als ob Wissen ein Ding sei, das transportiert und zusammengebaut wird, und als seien die neuen Tools wie ein neuer, schnellerer Gabelstapler dafür. Aber die Tools sind nicht der wichtigste Faktor des Web 2.0, sondern die Personen sind es, und die Einstellung, die dahintersteht. Und Wissen wächst in dieser Umgebung allmählich.

Die neue Umgebung ist effektiver, weil sie Information in die Kontexte von Personen stellt, Informationsüberflutung filtert und besser geeignet ist für den inkrementellen Charakter des entstehenden Wissens, indem sie Mikrocontent unterstützt.

2. Verbessern sich die Produktivität und Qualität der Arbeit?

Ja, weil Störgeräusche und Reibungsverluste vermindert werden, und die Reichweite bezüglich Personen und Ideen vergrößert wird.

3. Werden die Vorteile der neuen Arbeitsmittel durch negative Seiteneffekte überkompensiert?

Negative Effekte zeigen sich dann, wenn ich Tools nutze, die meinen Vorlieben nicht entspechen. Von den neuen Tools sind die meisten nicht für jeden gut. Zum Beispiel mag ich zwar Blogs und Freigegebene Lesezeichen, habe aber Probleme mit Wikis oder mit dem Hinterkanal von Webkonferenzen. Aber ich kann diese Tools ja auf ein Minimum reduzieren und diejenigen benutzen, die ich mag.

4. Wie verläuft der persönliche Lernprozess, sich diese Arbeitspraktiken anzueignen?

Die Lernkurve is sehr “steil”, da die Tools wirklich einfach zu nutzen sind, und die Leute nutzen sie auf so verschiedene Weise, dass es praktisch unmöglich ist, etwas ganz falsch zu machen. Bei mir war die Aneignung der einzelnen Tools typischerweise sehr zögernd. Vor ein paar Jahren hielt ich die Idee noch für absurd, meine Lesezeichen zu veröffentlichen, weil ich dachte, die meisten sind doch nichts für die Öffentlichkeit. Nach einer Weile gibt es nur noch wenige, die wirklich privat sind. Ich zögerte auch, bei “großen” Bloggern zu kommentieren. Ich traute mich nicht einmal zu antworten, als einer davon in meinem Blog einen Kommentar hinterließ, das war ein Fehler den ich am meisten bereue. Partiziperen fängt hier an mit dem Lesen bei anderen, und ich versuche, es denjenigen nachzumachen, deren Stil ich am meisten schätze.

24 January 2009 | Personal Productivity | Comments

3 Responses to “Blog Carnival: Effectivity”

  1. 1 Andrea Back 24 January 2009 @ 10:59 pm

    Traum, Trauma und jetzt noch “ich trau mich nicht”, das kam mir in den Sinn als ich las, dass Sie diese Scheu, Kommentare zu schreiben, auch kennen. Das Dialogformat “Carnival” ist für mich jetzt neu und animiert mich, diese Scheu zu überwinden ;-)). Ich erinnere mich an eine Aussage von Frank Roebers, dass man Wikis wie Wikipedia nicht wirklich versteht, bevor man nicht einmal selbst mitgeschrieben hat. Ja, und so ist es bestimmt auch mit den Kommentaren. Auf jeden Fall bin ich schon sehr positiv gestimmt, dass ich auf die Carnival-Art jemanden kennen gelernt habe, der mir beim Blogs-Lesen bisher noch nicht begegnet ist. Danke für die Zweisprachigkeit, das ermuntert mich, auch Leute, die sich für diese Fragestellung interessieren, darauf aufmerksam zu machen, die Deutsch nicht verstehen und schreiben können. Und noch eine neugierige Frage: Benutzen Sie ein Tool, um sich die Übersetzung leichter zu machen, oder ist das Tool schlicht und einfach Ihr Kopf?

  2. 2 x28 25 January 2009 @ 9:06 am

    Herzlichen Dank für die prompte freundliche Antwort. Zur Übersetzung: Seit ich dict.leo.org nutze, traue ich mich eher. Dieses Web 2.0 (Mitmach-) Wörterbuch wird von seinen Benutzern ständig verbessert, und ich habe auch schon Fragen dort stellen können.

  3. 3 Knowledge Jolt with Jack 28 January 2009 @ 9:54 pm

    Do Web 2.0 tools help personal effectiveness?…

    [...] WissensWert is running a blog carnival on personal effectiveness as it relates to Web 2.0 tools. I came upon this via Matthias Melcher’s response [...]

Comments:

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